LV-BEISPIEL

E-Learning und Social Software-Anwendungen

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt stellten sich Studierende die Frage, wie erfolgreiche E-Learning Plattformen und Social Software Systeme (beispielsweise StudiVZ oder XING) funktionieren, woher sie ihre Dynamik beziehen, wie sie belebt werden und was die User an den Systemen schätzen. Die Erkenntnisse wurden dann in einem Projektbericht zusammengefasst und verwendet, um das E-Learning System der Uni Klagenfurt zu beleben.

Gruppenfoto
Das Projektteam der Lehrveranstaltung
Hinten (v.li.): Mario Kraiger, Christoph Bauer, Mark Oberrauter, LV-Leiter Mag. Werner C. Hantinger, Markus Sucher | Vorne (v.li.): Benjamin Koschat, Dušana Baltić, LV-Leiterin Bianca Lobenwein, Helga Niemitz, Alexander Roth
Das Projektteam der Lehrveranstaltung.

Die Studierenden gewannen ihre Erkenntnisse durch Theoriearbeit und praktische Forschung mittels Fragebogen und Interviews. Ziel der Lehrveranstaltung war es, einen ersten Überblick zu bekommen und einen Abschlussbericht zu erstellen, der beantwortet, was User wirklich brauchen und wollen. Die Ergebnisse der praxisnahen Lehrveranstaltungen sollen der Universität Klagenfurt helfen, den Bereich E-Learning bestmöglich den Bedürfnissen der Studierenden anzupassen und langfristig in die Lehre zu integrieren.

Weiters experimentieren die Studierenden mit allen Arten von E-Learning Möglichkeiten (eine Art Selbstversuch). Neben Moodle und ELGG, kommen auch XING, StudiVZ und Skype zum Einsatz. Die gesammelten Erfahrungen bringen die Studierenden in den Abschlussbericht und ihre Reflexionen ein. Im Rahmen der Lehrveranstaltung fanden auch komplette 4-stündige LV-Termine via Chat (Skype) statt. "Entgegen unseren kritischen Erwartungen haben wir beste Erfahrungen damit gemacht. Es war arbeits- und ergebnisreich, technisch unproblematisch und - im Sinne des "Edutainments" - auch sehr humorvoll...", so der LV-Leiter Mag. Werner C. Hantinger.

Der abschließende Projektbericht wurde am Ende des Sommersemesters 2007 an die Universität Klagenfurt übergeben.

Abschlussbericht | Inhaltsverzeichnis

Projektbericht der Lehrveranstaltung
Projektbericht der Lehrveranstaltung

E-Education Zertifikat

E-Education als Sammelbegriff für das E-Learning und E-Teaching wird diesem Modul zu Grunde gelegt. Dieses Modul hat das Ziel insbesondere Lehramtsstudierenden eine Zusatzqualifikation im E-Education zu ermöglichen um notwendige Kompetenzen im Lehren und Lernen, im Entwickeln, Gestalten und Fördern von Lernprozessen durch E-Learning oder Blended Learning zu erwerben.

E-Education als elektronisch gestützte Integration von Lehren, Lernen, Bildung und Interaktivität erfordert von den Lehrenden erweiterte Kompetenzen im Umgang und der Anwendung von virtuellen Lernumgebungen um den zukünftigen Anforderungen in Schulen und Bildungsinstitutionen gerecht zu werden.

Das Angebot richtet sich an der beruflichen Praxis aus, verknüpft theoretische und praktische Lehrveranstaltungen und bietet Möglichkeiten in praxisbezogenen Übungen sowie Projekten die Studieninhalte unmittelbar auf einen beruflichen Anwendungsbereich umzusetzen.

Dieser Text und weiterführende Information @ uni.klu

Pressetexte & -fotos

Abdruck der Pressebilder in Zusammenhang mit Berichten über dieses Projekt honorarfrei! Bitte Text anführen: "Bild: Markus Sucher".

Fotos: Markus Sucher | Dušana Baltić

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Projektpartnerschaft

Vielen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit bei diesem Projekt!

Kommentar

Der Begriff "E-Learning" verursacht phasenweise Bauchschmerzen bei Lernenden und Lehrenden. Die Vorstellung von e-Learning als einen Klumpen praktischen Zeugs, das eingeschaltet wird und dann selbstständig funktioniert hat sich in vielen Köpfen verankert. Ebenso die Vorstellung E-Learning verdränge die persönliche Lehre. Schnell werden verstaubte und angstgetränkte Ideen von menschenleeren, kommunikationsfreien und maschinendiktierten Lebenswelten aus ebenso verstaubten (natürlich analogen) Ordnern hervorgekramt.

Mir stellt sich E-Learning als Werkzeug dar, das qualifiziert und mit Hirn genutzt werden will. Ein modernes Schweizer Taschenmesser, dass nur funktioniert, wenn man für den jeweiligen Bedarf das richtige Tool richtig einsetzt. "Richtig" im Sinne einer integrierten Verwendung als Ergänzung zur Präsenzlehre (Stichwort: Blended Learning).

Für Lernende mit besonderen Bedürfnissen kann E-Learning großartiges leisten. Ortsunabhängigkeit für Menschen, die durch körperliche Behinderungen oder Krankheit an bestimmte Orte gebunden sind beispielsweise. Oder für Menschen mit Lernschwächen, die Lehr-Inhalte (sofern diese gut aufbereitet zur Verfügung gestellt werden) mehrmals konsumieren können.

Komplette LV-Termine über Skype sind nicht mehr nur Spielerei, sondern gehaltvolle Ergänzung zum Präsenzunterricht. Voraussetzung ist, dass die Technik beherrscht, verstanden und sinnvoll eingesetzt wird. Nicht jedes Thema eignet sich für einen Online-Termin und sicher auch nicht jeder / jede Lehrende...

Werner C. Hantinger, Juni 2007

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